Verbraucherinformation in Bonn-Tannenbusch

Pressemitteilung vom

Ein Jahr im Quartier vernetzt und aktiv: Verbraucherinformation in Bonn-Tannenbusch

Seit rund einem Jahr ist die Verbraucherzentrale für die Menschen in Bonn-Tannenbusch direkt im Quartier aktiv.

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An Infoständen, in Bildungseinheiten und Vorträgen klären Isabelle Hirschmann und Nadia Assabiki über Verbraucherthemen auf, die hier bewegen: vom Haken im Handyvertrag bis zum halbseidenen Haustürgeschäft. In enger Kooperation mit anderen örtlichen Akteuren, über Sprachgrenzen hinweg. Über die Erfahrungen im ersten Jahr des Projekts "Verbraucherinformation geht in die Quartiere" informierte sich am Mittwoch Ulrich Kelber, Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz. Er besuchte eine Bildungseinheit zum Thema "Rechte und Pflichten beim Kauf" in einem Integrationskurs des Bildungswerks InterKultur.

"Nicht verschult und von oben herab, sondern nah an den tatsächlichen Bedürfnissen der Menschen im Quartier arbeitet dieses Projekt", schilderte Kelber anschließend seine Eindrücke. "Den Mitarbeiterinnen kommt es auf die Begegnung und den Austausch an. Netzwerkartig arbeiten sie mit verschiedenen Akteuren zusammen, um den Bewohnerinnen und Bewohnern von Bonn-Tannenbusch ganz praktisch und unkompliziert helfen zu können. Ich freue mich, dass es gelungen ist, dieses Projekt nach Bonn zu holen. Das Projekt macht im Alltag erlebbar, dass Verbraucherinnen und Verbraucher Rechte haben und diese, ohne hohe Kosten und Mühen, auch einfordern können und sollten."

Einige Kennzahlen dieses Engagements stellte Iris van Eik vor, Leiterin des Bereichs Verbraucherberatung bei der Verbraucherzentrale NRW. So haben die beiden Projektmitarbeiterinnen allein in den 18 Bildungsveranstaltungen des Jahres 2016 insgesamt 336 Teilnehmende erreicht. Darüber hinaus stemmten sie 63 weitere Veranstaltungen wie Sprechstunden, Aktionsstände und interaktive Workshops und riefen Kooperationen mit mehr als 30 örtlichen Organisationen ins Leben. "Unsere Mitarbeiterinnen sind mittlerweile bekannte Akteurinnen in Neu-Tannenbusch. Sie werden auf der Straße erkannt und zu allen möglichen Themen angesprochen. Das zeigt uns, dass die Einbindung in die örtlichen Strukturen der richtige Weg ist und unser Angebot ankommt", sagte van Eik.

Als einen wichtigen Schlüssel lobte Kelber die zielgruppenspezifische Arbeit. Das Team bereitet für junge Erwachsene, für Integrationskurse oder für Seniorengruppen ganz unterschiedliche Themen und Materialien auf. "Wir reagieren auch spontan auf Informationen, die uns die Menschen vor Ort zutragen", berichtete van Eik. Nach Hinweisen auf unseriöse Haustürgeschäfte etwa habe das Team innerhalb kürzester Zeit eine warnende, mehrsprachige Postwurfsendung im Quartier verbreiten lassen.

Regelmäßige Sprechstunden bieten Isabelle Hirschmann und Nadia Assabiki donnerstags von 14.30 bis 17.30 Uhr in der mehrsprachigen Anlaufstelle in der Stadtteilbibliothek, Oppelner Straße 128, an.

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