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Herzlich willkommen im neuen Internetauftritt der Verbraucherzentrale! Wir haben viel getan - hier stellen wir die Neuerungen vor.

Sicheres Surfen in sozialen Netzwerken: Mit persönlichen Daten und Reizen geizen

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Soziale Netzwerke haben in den vergangenen Jahren massiv an Bedeutung gewonnen und sind für sogenannte "Digital Natives" aus der alltäglichen Kommunikation nicht wegzudenken.

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Soziale Netzwerke stellen eine Form von Netzgemeinschaften (Online-Communities) dar, die technisch entweder durch Webanwendungen oder Portale abgebildet werden. Dazu zählen zum Beispiel Google +, Xing, FlickR, LinkedIn und der Marktführer Facebook mit rund einer Milliarde Nutzern weltweit.

Die Funktionen dieser Portale sind vielfältig. Sie bieten neben dem üblichen individuellen Profil die Möglichkeit, zahlreiche persönliche Informationen sowie Fotos und Dokumente wie Lebenslauf oder Zeugnisse zu hinterlegen. Beliebt sind vor allem die unterschiedlichen Arten des Austauschs per Nachricht, Chat, Blog oder via Statusmeldungen, Timeline. Auch eine Vernetzung der Online-Spiel-Aktivitäten ist möglich. Für alle diese Funktionalitäten kann ein Netzwerk von Kontakten mit entsprechenden Kontaktinformationen angelegt und gepflegt werden.

Über die Privatsphäre-Einstellungen eines Netzwerks lassen sich die Adressaten der eigenen Aktivitäten bestimmen; auch kann der Grad der Öffentlichkeit des Profils festgelegt werden. Dabei sollte man kritisch prüfen, welche Rechte man den Betreibern sozialer Netzwerke an den eingestellten Bildern, Texten und Informationen einräumt und in den Einstellungen die Möglichkeit nutzen, der Verwendung und Weitergabe seiner Daten zu widersprechen. Dies bezieht sich auch auf die Verwendung der Daten gegenüber "Freunden" im jeweiligen Netzwerk.

In den sozialen Netzwerken ändern sich die Allgemeinen Geschäftsbedingungen häufig. Hier lohnt sich daher ein Blick auf Anleitungen, die über die Änderungen aufklären und konkrete Praxistipps geben. Grundsätzlich gilt es bei der Aktivität in sozialen Netzwerken jede eingestellte Information, inklusive veröffentlichter Bilder, zu hinterfragen: Soll diese Information, dieses Bild dauerhaft, für immer im Netz gespeichert und abrufbar bleiben?

Nicht nur beim Einstellen von Informationen zahlt sich Besonnenheit aus; auch bei der Bestätigung von Kontaktanfragen ist Aufmerksamkeit gefragt, denn Kriminelle "sammeln" Freunde, um diesen Personen mit den gewonnenen Informationen zu schaden. Erhält man "zweifelhafte" Anfragen, sollte man sich außerhalb sozialer Netzwerke nach der Vertrauenswürdigkeit dieser Nachricht bzw. Anfrage erkundigen.

  • Generell Zurückhaltung mit der Preisgabe persönlicher Informationen üben!
  • Allgemeine Geschäftsbedingungen und die Bestimmungen zum Datenschutz des genutzten sozialen Netzwerks prüfen und die Möglichkeiten nutzen, mit denen man in den Einstellungen seine Daten schützen kann! Kontaktanfragen stets auf Echtheit des Absenders und Seriosität hinterfragen!
  • "Cyberstalker" an das jeweilige Soziale Netzwerk melden, wenn sie unaufgefordert und dauerhaft Kontaktversuche starten!
  • Für verschiedene soziale Netzwerke unterschiedliche und sichere Passwörter verwenden!
  • Mit seinen Kindern über deren Aktivitäten in sozialen Netzwerken sprechen und sie über die Gefahren aufklären!
  • Nicht wahllos auf Links klicken – Soziale Netzwerke werden verstärkt dazu genutzt, um Phishing zu betreiben!