Umgang mit Geld – Die fünf wichtigsten Regeln für deine Finanzen

Stand:

Der Start ins Berufsleben und das erste eigene Geld: ein wichtiger Schritt zur Selbständigkeit. Endlich eigene Entscheidungen treffen und Wünsche erfüllen! Damit das auch ohne Probleme klappt und das Konto nicht plötzlich in den Miesen steckt, nennen wir euch in unserer ersten Podcast-Folge zum Thema „Umgang mit Geld“ unsere fünf goldenen Finanzregeln. Hört mal rein!

Off

Um den Podcast hören zu können, muss eine Verbindung zu Servern des Anbieters Podigee hergestellt werden. Hier gelangen Sie zur Datenschutzerklärung von Podigee.

Regel 1: Mach Dir einen Plan (ab 1:40)

Das Wichtigste ist, einen Überblick über die eigenen Finanzen zu haben. Damit dir das Geld nicht durch die Finger rinnt, lohnt es sich, Einnahmen und Ausgaben aufzuschreiben. Nur so kannst du sehen, für was du wie viel ausgibst. Das geht ganz traditionell mit einem Haushaltsbuch, aber es gibt auch Apps, die dabei unterstützen. Am Ende des Monats wird Bilanz gezogen: Hat das Geld gereicht, die Bilanz ist positiv? Dann kannst Du zum Beispiel Rücklagen für Notfälle bilden oder für den Urlaub sparen. Ist der Monatsabschluss negativ, muss genau überlegt werden. Wofür gibst Du besonders viel aus? Worauf kannst und möchtest Du nicht verzichten und wo tut ein wenig sparen nicht so weh? Nur wer seine Ausgaben kennt, kann sie auch lenken! 

Regel 2: Existenzielle Risiken müssen zuerst abgesichert werden (ab 3:40)

Existentielle Risiken sind solche, die deine ganze Zukunft gefährden können. Wenn du zum Beispiel wegen einer schweren Krankheit nicht mehr arbeiten kannst und somit auch keine Geld verdienst. Oder wegen einer Unachtsamkeit einen Unfall verursachst und große Summen an  Schadensersatzansprüchen zahlen musst, kann das der finanzielle Ruin sein. Gegen die größten Risiken sollte man sich versichern! Dazu gehört  auf jeden Fall die Private Haftpflichtversicherung, die eintritt, wenn man bei anderen einen Schaden verursacht. Und als zweite wichtige Versicherung die Berufsunfähigkeit. Damit wird das Einkommen abgesichert, wenn man nicht mehr arbeiten kann. Die Berufsunfähigkeitsversicherung ist zwar ziemlich teuer, aber je früher man sie abschließt, desto günstiger und vorteilhafter ist sie zu bekommen. Und grundsätzlich gilt: Erst Risiken absichern, dann sparen.

Regel 3: Jeder braucht einen Notgroschen (ab 6:00)

Egal ob Notgroschen oder Rücklagen: Jeder sollte ein bisschen Geld zurücklegen, denn nicht jede Ausgabe ist planbar! Zum Beispiel geht das Auto kaputt, das aber dringend für den Weg zur Arbeit gebraucht wird. Oder die Stromnachzahlung fällt höher aus, als erwartet. Dann ist es gut, wenn du etwas Geld hast, das du schnell einsetzen kannst. Als Faustregel gilt: 2-3 Monatseinkommen sollten als Rücklagen vorhanden sein. Am besten packt man dieses Geld auf ein Tagesgeldkonto. Dann ist es schnell verfügbar, aber es besteht nicht die Gefahr, dass du es für alltägliche Dinge ausgibst.

Regel 4: Gib kein Geld aus, das Du nicht hast (ab 07:56)

Überleg dir gut, wofür du dir Geld leihst. Kredite können bei der Erfüllung von Zielen helfen. Sie müssen aber zurückgezahlt werden und damit hat man zukünftig weniger Geld zur Verfügung. Stichwort „gute Schulden –schlechte Schulden“. Gute Schulden sind solche, die einem in Zukunft etwas bringen, wie z.B. der Studienkredit oder der Kredit für das Haus. Unter schlechten Schulden versteht man solche, die man macht, um den Lebensunterhalt zu finanzieren oder für Konsum. Am Ende muss neben den ganzen monatlichen Ausgaben auch noch die Rate für den Kredit bezahlt werden. Das kann nicht funktionieren. Daher sollte man Kredite besser nur in Erwägung ziehen, wenn es um langfristige Investitionen geht, nicht aber um den nächsten Urlaub. Wichtig: Erst die Schulden abbezahlen, dann über Sparen/ Geldanlagen nachdenken.

Regel 5: Werde dir über deine Ziele klar! (ab 10:25)

Bevor es ans Geld anlegen geht, solltest du dir  über deine Ziele klar werden. Was willst Du erreichen? Eigenheim, Studium, Familiengründung? Sicherheit oder Rendite? Das hilft dir bei der Entscheidung für bestimmte Produkte. Je mehr Risiko, desto höher können die Erträge ausfallen. Und Sicherheit hat ihren Preis, die Erträge sind dann einfach geringer. Entscheidend ist es daher, das Risiko so zu dosieren, dass du dich damit wohl fühlst. Auch der Blick auf die Kosten ist wichtig. Je mehr Finanzexperten und das Produkt selber kosten, desto weniger kommt am Ende dabei für dich heraus. 

Und immer gilt: Finger weg von Produkten, bei denen du dein Geld komplett verlieren kannst. Gehe keine unnötigen Risiken ein und vergleiche Angebote.