Menü

Indoor-Sportanlagen: Große Unterschiede beim Verleih und Verkauf

Stand:
Leute ziehen sich Bowlingschuhe an
Off

Ob Bowling- oder Bouldercenter, ob Schlittschuh- oder Skihalle: Bei vielerlei Indoor-Spaß braucht es eine angemessene Fußbekleidung. Mit deren Verleih oder Verkauf machen die Betreiber oftmals ordentlich Zusatzumsatz - mitunter auch zwangsweise. Das zeigt ein Check der Verbraucherzentrale NRW.

Wer im Trampolin-Park springen wollte, musste zahlen - nicht nur den Eintritt, sondern auch für ein Paar exklusiver „Anti-Rutsch-Socken“. Gehüpft werden durfte nur in Original-Socken des Betreibers. Und die mussten Besucher kaufen.
Das war keineswegs die Ausnahme. Auf dem Erwerb und der ausschließlichen Verwendung hauseigener Modelle bestanden immerhin vier von fünf Trampolinhallen in NRW: bei Preisen von 2,50 bis drei Euro je Paar. Das zeigt eine Stichprobe der Verbraucherzentrale. Legerer ging’s hingegen in Aachen zu. Auch dort waren „Anti-Rutsch-Socken“ gefordert. Aber: „Die könnt Ihr euch natürlich selbst mitbringen.“

Weit üblicher als der Zwangskauf war bei anderen Indoor-Vergnügen das Verleihgeschäft. Beim Bowling beispielsweise gab’s bei den fünf Test-Anbietern ein Paar Schuhe für Erwachsene „inklusive hygienischer Einwegsocken“ ab 1,90 Euro. In der Spitze wurde mehr als das Doppelte aufgerufen: vier Euro. Ähnlich beim Bouldern, dem Klettern in geringer Absturz-Höhe. Hier waren für die Schuhleihe zwischen 2,50 und 3,90 Euro zu berappen.

Tendenziell teurer wurde es auf Eis und Schnee. Die fünf Eishallen verlangten für Leihschlittschuhe zwischen drei und 4,50 Euro. Ein Anbieter händigte zudem Wegwerf-Socken auf Wunsch für 50 Cent pro Paar aus.
 
In anderen Preisdimensionen musste rechnen, wer sein Vergnügen in einer Skihalle suchte - und dem es an entsprechender Ausrüstung für die Füße fehlte. Zwischen fünf und acht Euro mussten Kinder oder Erwachsene allein für ein Paar Ski- oder Snowbordschuhe berappen. Das konnte das Budget einer vierköpfigen Familie strapazieren. In der Neusser Skihalle beispielsweise boosteten die Leihschuhe den Eintritt um satte 28 Euro.