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Haushalthilfen: Gesetzliche Kassen müssen Patienten unterstützen

Stand:

Das Wichtigste in Kürze:

  • Wer Hilfe im Haushalt benötigt, kann sich professionelle Unterstützung holen oder von vertrauten Personen helfen lassen.
  • Die gesetzlichen Krankenkassen sollten bei der Vermittlung von geeignetem Personal helfen.
  • Eine Umfrage zeigt, dass das selten passiert und offenbar Nachholbedarf bei den Kassen besteht.
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Wer gesetzlich versichert ist und eine Haushaltshilfe benötigt, hat Anspruch auf Unterstützung von seiner Krankenkasse. Die kann darin bestehen, dass die Kasse eine Fachkraft beauftragt oder eine Aufwandsentschädigung für die Hilfe durch Angehörige, Verwandte, Freunde oder Nachbarn zahlt. Laut einer Umfrage der Verbraucherzentrale NRW bei 28 Krankenkassen in Nordrhein-Westfalen entscheiden sich acht von zehn Patienten fürs Geld. Doch der Betrag fällt nicht gerade üppig aus. 2017 zahlten die meisten Kassen für die private Hilfe 9,25 Euro pro Stunde, teilweise deutlich weniger.

Wenn Sie mit schwerer Krankheit, nach einem Eingriff oder Krankenhausaufenthalt nicht sofort wieder auf die Beine kommen, brauchen Sie meist kurzfristig Hilfe. Für solche Fälle hat der Gesetzgeber seit Anfang 2016 den Anspruch auf Hilfe im Haushalt erweitert und hierbei besonders Alleinstehende, Alleinerziehende, aber auch Verheiratete mit berufstätigem Partner im Blick gehabt. Die Krankenkassen bieten laut unserer Erhebung jedoch keinen ausreichenden Service an.

Wenn Sie eine Haushaltshilfe benötigen und weder private noch professionelle Ansprechpartner kennen, sollten Sie dies Ihrer Krankenkasse direkt beim ersten Kontakt mitteilen. Bitten Sie darum, dass die Kasse passende Dienstleister sucht und im Vorfeld die Kostenübernahme und die Verfügbarkeit klärt. Dann müssen Sie nur noch zeitliche oder persönliche Absprachen treffen.

Lesen Sie hier unsere Forderungen an die Krankenkassen zur besseren Umsetzung der Unterstützung durch Haushaltshilfen.