Friseur, Barbershop, Kosmetikstudio, Fußpflege: Das gilt bei Corona

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Beim Besuch von Friseur, Barber-Shop, Kosmetikstudio oder Fußpflege müssen Sie einige Vorsichtsmaßnahmen befolgen. Auch für die Betreiber:innen gibt es Regelungen zur Hygieneeinhaltung und zum richtigen fachlichen Umgang mit den Kundinnen und Kunden.

Das Wichtigste in Kürze:

  • Die Coronaschutzverordnung NRW schreibt für körpernahe Dienstleistungen grundsätzlich die 2G-Regel vor: Sie müssen geimpft oder genesen sein.
  • Ausnahmen gelten für Friseurleistungen und körpernahe Dienstleistungen in Medizin und Pflege. Hier gilt weiterhin die 3G-Regel, sodass auch Ungeimpfte mit negativem Testnachweis Zutritt haben.
  • Steigt die so genannte Hospitalisierungsinzidenz über den Wert von 6, ist die Einführung der 2G-plus-Regel möglich. Geimpfte und Genese benötigen dann zusätzlich einen negativen Testnachweis.
  • Wenn kein Abstand von 1,5 Metern zwischen Kundschaft und Personal eingehalten werden kann, gilt Maskenpflicht.
  • Zur Vorsorge gelten weiterhin ähnliche Tipps wie gegen die Grippe: Händewaschen, Vorsicht beim Husten und ein gewisser Abstand zu krank wirkenden Menschen.
Frau mit Maske bekommt Haarwäsche beim Friseur
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Am 18. November 2021 hat die Konferenz zwischen Bundeskanzleramt und den Ministerpräsident:innen beschlossen, die sogenannte 2G-Regel in Innenräumen ab einer bestimmten Hospitalisierungsinzidenz (der Zahl der ins Krankenhaus eingewiesenen Corona-Infizierten) verbindlich vorzuschreiben. Dies bedeutet, dass öffentliche Innenräume nur noch Personen zugänglich sein sollen, die geimpft oder genesen sind.

Friseur- und körpernahe Dienstleistungen in Medizin und Pflege: 3G-Regel

In NRW gibt es seit dem 24. November eine ausdrückliche Ausnahme für Friseurleistungen und körpernahe Dienstleistungen in Medizin und Pflege: Die 3G-Regel gilt dort immer, unabhängig von der Hospitalisierungsinzidenz. Sie müssen etwa für einen Friseurbesuch vollständig geimpft, genesen oder negativ getestet sein. Das Ergebnis eines Antigen-Schnelltests (Bürgertest; Selbsttests gelten nicht) darf höchstens 24 Stunden alt sein. PCR-Testergebnisse dürfen 48 Stunden alt sein.

Andere körpernahe Dienstleistungen: 2G-Regel

Die 2G-Regel gilt für körpernahe Dienstleistungen, die nicht medizinischer oder pflegerischer Natur sind und nicht zu den Friseurleistungen zählen. Das sind zum Beispiel Kosmetikstudios. Bei einem Besuch dort müssen Sie nachweisen, dass Sie gegen Covid-19 geimpft oder von einer Erkrankung genesen sind. Um die Immunisierung nachzuweisen, haben Sie folgende Möglichkeiten:

  1. Sie haben den Beleg einer vollständigen Impfung gegen COVID-19 im Impfpass oder als digitales Zertifikat in einer App wie CovPass oder Corona-Warn-App.
  2. Sie haben den Beleg einer Genesung, zum Beispiel in Form eines früheren positiven Testergebnisses Ihrer Infektion (PCR, PoC-PCR oder weitere Methoden der Nukleinsäureamplifikationstechnik), das mindestens 28 Tage sowie maximal 6 Monate alt ist.
  3. Sie haben den Nachweis eines früheren positiven Testergebnisses zusammen mit dem Nachweis der mindestens 14 Tage zurückliegenden Verabreichung mindestens einer Impfstoffdosis gegen COVID-19.

Alle anderen Personen, ohne Impfung oder den Nachweis der Genesung, haben keinen Zugang zu diesen Dienstleistungen. Das Personal, das die körpernahen Dienstleistungen erbringt, ist hingegen an die 3G-Regel am Arbeitsplatz gebunden.

Hospitalisierungsinzidenz über 6: 2G-plus-Regel möglich

Steigt die Hospitalisierungsinzidenz auf über 6, kann das Land NRW die sogenannte 2G-plus-Regel anordnen: Geimpfte und Genesene benötigen dann zusätzlich einen negativen Testnachweis.

Hospitalisierungsinzidenz über 9: kontaktbeschränkende Maßnahmen möglich

Werden mehr als 9 Personen pro 100.000 Einwohner:innen mit Covid-19 in Krankenhäuser eingewiesen, können in betroffenen Regionen weitere Maßnahmen zum Eindämmen des Corona-Virus getroffen werden. Das neue Infektionsschutzgesetz liefert hierfür den Rahmen möglicher Maßnahmen in NRW. Zum Beispiel könnte angeordnet werden, Friseursalons zu schließen.

Maskenpflicht

Es gilt unabhängig von der Hospitalisierungsrate für alle – genesen oder geimpft, Kundschaft oder Personal – die Maskenpflicht. Ausnahmen bestehen nur für Kinder vor dem Schuleintritt und bei Personen, die aus medizinischen Gründen befreit sind. Das Ablegen der Maske ist für wenige Sekunden erlaubt, sofern die körpernahe Dienstleistung dies erfordert.