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Finanzberater ködern mit Jobangeboten in dubiose Geldanlagen

Stand:

Werden Stellenangebote an Geldanlagen geknüpft, gilt Vorsicht! Finanzfirmen sind mit unseriösen Maschen per Kleinanzeigen und auf Jobbörsen auf Kundenfang.

Das Wichtigste in Kürze:

  • Betroffene melden den Marktwächtern der Verbraucherzentralen unseriöse Jobangebote, bei denen es in Wahrheit um Finanzprodukte geht.
  • Finanzvermittler wollen offenbar riskante Geldanlagen abschließen. Im Gegenzug sollen Bewerber beispielsweise ihre Riester-Rente kündigen.
  • Geht es plötzlich gar nicht mehr um die ausgeschriebene Arbeit, seien Sie vorsichtig und lassen Sie sich mit einem Jobangebot nicht unter Druck setzen!
Münze auf einer Mausefalle
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    Dubiose Finanzvertriebe ködern Arbeitssuchende mit Stellenangeboten – in Wahrheit geht es aber darum, Verträge für riskante Geldanlagen oder für Versicherungen abzuschließen. Das schildern Betroffene den Verbraucherzentralen über das Frühwarn-Netzwerk der Marktwächter. Auffällig sind vor allem Verbraucherbeschwerden zum Finanzdienstleister A-FIN GmbH (früher AFD Allgemeiner Finanzdienst GmbH). Aber auch von anderen Anbietern hat es schon Inserate in Zeitungen, auf Kleinanzeigenportalen und sogar in der Online-Jobbörse der Agentur für Arbeit gegeben.

    Was nach einem normalen Stellenangebot aussieht, kann sich als Masche unseriöser Finanzfirmen herausstellen. Reagieren Sie auf solche Jobangebote, geht es dann erst einmal um ganz andere Themen.
    Von der A-FIN GmbH schildern Verbraucher das den Marktwächtern so: "Bewerber sollten mit einem Geldanlagencheck erst einmal ihre eigenen Finanzen in Ordnung bringen – zum Beispiel Riester-Verträge und Lebensversicherungen kündigen, um das Geld anschließend in riskante Beteiligungen zu investieren", berichtet Wolf Brandes, Teamleiter des Marktwächter-Schwerpunkts Grauer Kapitalmarkt bei der Verbraucherzentrale Hessen.

    Arbeitssuchende im Visier

    Recherchen der Marktwächter deuten darauf hin, dass diese Masche kein Einzelfall ist. Auch andere Finanzvertriebe fielen in der Vergangenheit dadurch auf, dass sie Bewerber mit Stellenangeboten lockten, sie zum Offenlegen ihrer finanziellen Verhältnisse bewegten und eine Jobperspektive an riskante Anlagen des Grauen Kapitalmarktes oder den Abschluss von Versicherungen koppelten.
    Die Firmen sprechen damit gezielt Arbeitssuchende an, die sich Hoffnung auf eine feste Anstellung machen.

    Statt eines Bürojobs geht es dann um Weitervermittlung

    Die versprochene Arbeit ist dabei in der Regel nicht – wie inseriert – eine Bürotätigkeit, sondern die Weitervermittlung von Finanzprodukten. Vornehmlich sollen die Bewerber ihrerseits Beteiligungen an Freunde und Familienangehörige vermitteln.

    Wir raten: Bei Jobangeboten, die mit Geldanlagen verknüpft sind, sollten Sie generell vorsichtig sein. Wer seine Ersparnisse in Beteiligungen anlegt, riskiert im schlimmsten Fall den Totalverlust.