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WLAN und Mobilfunk im Ausland: Hier kann Roaming teuer werden

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Das Wichtigste in Kürze:

  • Telefonieren, SMS/MMS senden und empfangen, über LTE/HSDPA/UMTS/Edge im Internet surfen – in einem Land der EU sollte das nicht mehr kosten als zu Hause auch.
  • Aufpassen müssen Sie aber auf Schiffen, in Flugzeugen und in Ländern, die nicht zur EU gehören.
  • Vor allem mobiles Internet kann sehr teuer werden: Bis zu 30 Euro pro Megabyte sind möglich!
Frau mit Hut und Sonnenbrille telefoniert mit Handy
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Kostenfallen auf Schiffen und in Flugzeugen

An Bord eines Fährschiffs zwischen Deutschland und Norwegen hat ein Zwölfjähriger ein paar Videos auf einem Smartphone geschaut. Nach der Reise erhielten die Eltern eine Telefonrechnung über rund 12.000 Euro. Warum? Das Smartphone hatte sich ins Satellitennetz eingebucht. Hier kostet ein Megabyte bis zu 30 Euro. Das Videogucken habe rund 470 Megabyte verbraucht, berichten Medien.

Wer nicht aufpasst, sammelt schnell einen Kostenberg an – nicht nur bei der Internetnutzung. Zwar gibt es eigentlich einen weltweit geltenden Kostenairbag für mobiles Internet: Sind 59,50 Euro erreicht, soll die Datenverbindung automatisch getrennt werden. Aber dieser Kostenairbag gilt nicht für Satellitenverbindungen! Sie kommen regelmäßig bei der Mobilfunknutzung auf Schiffen und in Flugzeugen zustande.

Viele Reedereien und Airlines bieten WLAN (auch WiFi genannt) zu Paketpreisen an. Achten Sie darauf, die Mobilfunkdaten über die Einstellungen Ihres Geräts abzuschalten. Denn bei schwachem WLAN kann ihr Smartphone oder Tablet automatisch ins sehr teure Satellitennetz wechseln.

Kostenfallen bei Anrufen in andere Länder

Wenn Sie mit einem deutschen Mobilfunkvertrag zum Beispiel in Spanien Urlaub machen, nutzen Sie dort in der Regel Ihren deutschen Tarif – sofern mit Ihrem Anbieter nichts anderes vereinbart wurde. Danach sollten Sie sich im Zweifel vor Ihrem Urlaub unbedingt erkundigen! Doch Achtung: Wenn Sie von Deutschland aus in Spanien (oder jedes beliebige andere Land der Welt) anrufen, wird für das Telefonat ein Aufpreis berechnet.

Kostenfallen bei Mobilfunknutzung außerhalb der EU

Der Grundsatz "Roam like at home" gilt ausschließlich in den derzeit 28 Ländern der Europäischen Union sowie in Island, Liechtenstein und Norwegen. Die Schweiz oder die Türkei sind nicht dabei. Wenn Sie dort telefonieren oder über Ihre mobile Datenverbindung surfen, müssen Sie also mehr Geld dafür bezahlen als in Ihrem Heimatland. Für mobiles Internet gilt eine weltweite Kostenbremse. Sie liegt standardmäßig bei 59,50 Euro. Ist dieser Betrag erreicht, sollte die mobile Internetverbindung getrennt werden. Das funktioniert jedoch nicht immer.

Informieren Sie sich vor einer Auslandsreise unbedingt bei Ihrem Mobilfunkunternehmen, welche Kosten bei Ihrem Tarif anfallen und schließen Sie ggf. Tages- oder Wochenflats ab.

Kostenfallen bei Messengern

Mit den meisten Messengern wie Skype, Threema oder WhatsApp und anderen können Sie nicht nur Nachrichten und Dateien senden und empfangen, sondern auch Telefonate führen. Auch wenn das Telefonieren gerne als kostenlos angepriesen wird, kann es teuer werden! Denn die Gespräche finden grundsätzlich über das Internet statt und verbrauchen entsprechende Datenmengen. Auf Reisen sollten Sie Messenger zum Telefonieren also nur im WLAN nutzen.